Förderkarotten – Best practice in der Steiermark!

Basisförderprogramme kombiniert mit On-Top-Förderungen. Als konkretes Beispiel hierfür kann das Pilotprojekt „Mitarbeiter Lebensräume“ in der Steiermark genannt werden. Ein Brennpunkt sind sicher die Mitarbeiter, ihre Akquisition und Bindung. Für die steirischen Tourismusbetriebe hat die ÖHT in enger Zusammenarbeit mit dem Land Steiermark eine österreichweit einzigartige Förderaktion ins Leben gerufen.

Ich bin mir sicher, dass wir alle schon lange verstanden haben, dass man von einer Gießkannenförderung wegkommen muss. Wir müssen jetzt aber „Förderkarotten“ entwickeln!

Mag. Wolfgang Kleemann, Generaldirektor der ÖHT

Es geht nicht mehr nur um Mitarbeitermotivation oder die Bereitstellung eines meist winzigen Wohnraums, vielmehr steht die gesamte Lebenswelt des Mitarbeiters im Zentrum des Förderprogramms. Gerade in diesem Zusammenhang sind viele Einzelbetriebe überfordert. Aus diesem Grund wird versucht, mehrere Betriebe zu einer Kooperation zusammenzubringen. Fünf Hotels haben das gleiche Problem: Sie finden keine Mitarbeiter für das Frühstücksservice. Das Frühstückservice ist aber eine entscheidende Dienstleistung eines Hotels. Dafür bedarf es gut ausgebildete und kundenorientierte Mitarbeiter. Und die gibt es. Zum Beispiel topausgebildete, hochmotivierte junge Mütter. Diese können aufgrund ihrer familiären Umstände oftmals nicht ganztags arbeiten oder der örtliche Kindergarten hat genau dann nicht offen, wenn die Mitarbeiter Dienst haben: frühmorgens, am Wochenende, am Feiertag. Aus diesem Grund ist es wichtig, überbetriebliche Kinderbetreuungsstätten die sich an den Betriebszeiten der Hotels orientieren anzuregen und gleichzeitig zu finanzieren. Speziell auf die Bedürfnisse der heimischen Tourismusprogramme ausgerichtete Fördercalls wie dieser, können an aktuelle Themen wie den Fachkräftemangel anknüpfen und Problemfelder wirkungsorientiert lösen.  

Ich bin davon überzeugt, dass man durch Fördercalls wie diesen, Mitarbeiter langfristig für den Tourismus begeistern kann. Denn an der Bezahlung kann es nicht liegen. Es kann auch nicht allein an den Dienstzeiten liegen. Es liegt am fehlenden Umgang auf Augenhöhe. Schönstes Ergebnis wäre, wenn wir damit auch aus der Saisonalität ausbrechen könnten und zugleich aus Fachkräften zukünftig Einheimische machen.

Mag. Wolfgang Kleemann, Generaldirektor der ÖHT

Weiterführende Informationen zur Qualitätsoffensive Steiermark „Mitarbeiter Lebensräume“ finden Sie auf unserer Website unter:
https://www.oeht.at/produkte/qualitaetsoffensive-steiermark-mitarbeiter-lebensraeume/