Die Sieger der Innovationsmillion 2019

Mit dem Leuchtturm-Call 2019 wandte sich das Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus (BMNT) abermals an den Innovationsgeist der heimischen Tourismus- und Freizeitwirtschaft. Gemeinsam mit der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank (ÖHT) und der Österreich Werbung (ÖW) wurde im Juli die Leuchtturmförderung für das Jahr 2019 unter das Motto „Digitale Potenziale im Tourismus nutzen“ gestellt. Angesprochen wurden hierbei insbesondere Kooperationen von touristischen KMUs, die mit innovativen Pilotprojekten die Herausforderungen der fortschreitenden Digitalisierung meistern und entstehende Chancen nützen wollen.

Aus den qualitativ hochwertigen Einreichungen wurden von der Fachjury Anfang November schließlich sieben herausragende Projekte ausgewählt. Die Sieger erhalten nun im Rahmen der Leuchtturmförderung 2019 finanzielle Unterstützung aus Tourismusförderungsmitteln des Bundes und aus Mitteln des Programms für Ländliche Entwicklung 2014-2020, insgesamt rund eine Million Euro.

Wir dürfen die Sieger der sogenannten Innovationsmillion in einer ungereihten Kurzpräsentation vorstellen und gratulieren den ausgezeichneten Projekten und deren Initiatoren:

  • Um das Smartphone als verlässlicher Tür-und-Tor-Öffner aller gebuchten Leistungen während einer Reise geht es beim Kärntner Projekt der ARGE Klagenfurt Tourismus digital. Auf Basis einer niederschwelligen Technologie können auch kleinste Anbieter in das digitale Zutritts- und Abrechnungssystem touristischer Leistungen innerhalb der gesamten Region eingebunden werden. Für den Gast ein echter Vorteil: Alle Türen offen, kein Anstellen mehr und die Gewährleistung einer sicheren Abrechnung.
  • Der Social Guide Vorarlberg der gleichnamigen Kooperation bringt künftig Struktur in die regionsbezogenen Inhalte sozialer Medien. Für den Gast war der Erhalt von Echtzeitinformation noch nie so wichtig und noch nie so einfach wie im Zeitalter von Social Media, aber gleichzeitig auch noch nie so unübersichtlich. Genau hier setzt der Social Guide Vorarlberg an und bringt auf einer Seite filterunterstützt zusammen, was Regionen, Betriebe, Einheimische und Gäste über das schöne Vorarlberg zu berichten haben. Ein modernes interaktives Marketinginstrument in Zeiten von Instagram & Co.
  • Um ein professionelles einheitliches Auftreten im eMarketing geht es den Gesundheitsbetrieben Oberösterreichs. Eine zentrale Mediendatenbank stellt künftig die bedarfsgerechte, zielgruppenspezifische Ausspielung von digitalen Inhalten in unterschiedlichsten Medien sicher. Dies gewährleistet eine hochwertige Bildsprache und Contentstrategie für die Mitgliedsbetriebe und bringt wesentliche Synergieeffekte durch die gemeinsame Nutzung. Ein Roll-out auf weitere touristische Anbieter unter Patronanz der Landestourismusorganisation ist angedacht.
  • Waldviertel goes digital. Die Kooperation Digital Valley Yspertal hat sich zum Ziel gesetzt, ein ganzes Tal ein paar wesentliche Schritte der Digitalisierung näherzubringen. Durch Einsatz modernster Technologie soll die digitale Präsenz verbessert, eine Community aufgebaut und ein Veranstaltungs- und Webshop für touristische Kleinstanbieter und Produkte lokaler Produzenten entwickelt werden. Das Projekt zeigt ein vielversprechendes digitales Vorbildpotenzial für andere Kleinstregionen.
  • Schon einmal mit JULIA oder PIA Kontakt gehabt? In der Fuschlseeregion können Gästezimmer, auch von kleinsten Anbietern, zukünftig über die digitale Rezeptionistin JULIA gebucht werden. Unterstützung findet sie dabei durch den digitalen Concierge PIA. Hier finden sich sämtliche Informationen zu Zusatzleistungen vor, während und nach der Reise, die über PIA auch gleich organisiert werden können. Mit den digitalen Systemen stehen den Vermietern auch wichtige Tools zur Gästebindung zur Verfügung.
  • Der Problematik ländlicher Wirtshäuser und Gastronomen will die GLR Projektgemeinschaft ganz entschieden entgegentreten. Projektinitiator ist das Online-Medium Gastro News Wien. Mittels vielfältiger Aktionen, Berichterstattungen und einer breiten Community löst dieses Medium eine nachweisbare Gäste- und damit Umsatzgenerierung für Restaurants und Hotels aus. Eine Ausweitung der Aktivitäten auf den ländlichen Raum sollen die positiven Effekte gezielter digitaler Marketingkommunikation vervielfachen.
  • Eine neue Dimension der regionalen Gästebindung streben die beiden Tourismusregionen Schladming-Dachstein und Serfaus-Fiss-Ladis durch ein neues digitales CRM (Customer Relationship Management) an. Dazu wird eine „digitale Währung“ eingeführt, die der Gast durch seine Aktivitäten in der Region „verdienen“ und zu einem späteren Zeitpunkt bei den Leistungsträgern der Region mittels Gutscheinen, Upselling oder Incentives einlösen kann. Zum Fan einer Region werden und dadurch ganz besondere touristische Erlebnisse konsumieren, die für andere nicht erwerbbar sind.