Investitionszuwachsprämie

Die ÖHT bietet derzeit folgende Fördermöglichkeiten im Rahmen der Investitionszuwachsprämie für Unternehmer:

Klein- und Mittelbetriebe (KMU)

Der Call endete am 07.04.2017.

Die Investitionszuwachsprämie für KMU ist die erfolgreichste aller bisherigen Förderaktionen in der ÖHT, bei der die festgesetzten Mittel von 22 Mio. Euro an 458 Unternehmen vergeben wurden. Insgesamt wurden investive Maßnahmen in Unternehmen in der Tourismus- und Freizeitwirtschaft mit einem Volumen von mehr als 400 Mio. Euro ausgelöst. Für Projekte im kommenden Jahr stehen 2018 wieder 22 Mio. Euro für die Hotellerie, Gastronomie und Freizeitwirtschaft zur Verfügung.

Kurzinfo (PDF, 84 KB)

Richtlinie für KMU-Investitionszuwachsprämie Österreich (PDF, 152 KB)

Formular für den Verwendungsnachweis (Excel, 40 KB)

 

 

Große Unternehmen (GU)

Informationen für große Unternehmen (Unternehmen, die nicht als KMU im Sinne der KMU-Definition der EK einzustufen sind) - Antragstellung ab 1. März 2017 möglich

fold faq Kurzinformation

Wer wird gefördert?
Förderungsnehmerinnen und Förderungsnehmer können

  • physische oder juristische Personen sowie sonstige Gesellschaften des Handelsrechts sein,
  • die nicht als KMU im Sinne der KMU-Definition der EK einzustufen sind und
  • über eine Betriebsstätte in Österreich verfügen und
  • die als Mitglied der Wirtschaftskammer ein gewerbliches Unternehmen selbstständig betreiben bzw.
  • den verkammerten und nicht verkammerten Freien Berufen angehören.


Was wird gefördert?

Neuinvestitionen in einer Betriebsstätte in Österreich.

Materielle aktivierungspflichtige Neuinvestitionen in das abnutzbare Anlagevermögen, die in einer Betriebsstätte in Österreich realisiert werden und die zumindest um EUR 500.000 (Investitionszuwachs) höher liegen als der Wert der durchschnittlichen aktivierten Anschaffungs- und Herstellungskosten der letzten drei Geschäftsjahre (spätestens neun Monate nach Bilanzstichtag ist der aktuellste Jahresabschluss  heranzuziehen). Fahrzeuge können aus der Berechnungsbasis für die Investitionszuwachs-prämie herausgerechntet werden. 

Art und Umfang der Förderung
Der Investitionszuwachs von mindestens EUR 500.000 bis höchstens EUR 10 Mio. wird mit einem bis zu 10 %igen Zuschuss gefördert.

In der Regel wird dieser Zuschuss als „De-minimis“-Beihilfe vergeben und beträgt im Einzelfall max. EUR 200.000. In Regionalfördergebieten kann, sofern das Vorhaben gleichzeitig die Voraussetzungen für die Vergabe von Regionalbeihilfen (Errichtung einer weiteren Betriebsstätte, neue Geschäftstätigkeit mit einem neuen 4-stelligen NACE-Code) erfüllt, der Zuschuss als Regionalbeihilfe vergeben werden. Der maximale Zuschuss beträgt in diesem Fall EUR 1.000.000. 
 

Nicht förderbare Kosten

  • Unternehmen, die nicht drei volle Jahresabschlüsse für die Berechnung der neu aktivierten Anschaffungs- und Herstellungskosten des abnutzbaren Anlagevermögens heranziehen können, sind nicht förderbar
  • Kosten bzw. Rechnungen sowie deren Bestellung, die vor Antragstellung entstanden bzw. vor dem 1. März 2017 angefallen sind oder gelegt wurden
  • leasingfinanzierte und gebrauchte Wirtschaftsgüter (einschließlich Vorführgeräten)
  • Ankauf von Fahrzeugen (sowie deren Zubehör), die auch Transportzwecken dienen (ausgenommen innerbetriebliche Transportmittel, z. B. Stapler etc.)
  • laufende Betriebskosten (Personalkosten, Betriebsmittel, Miet- und Pachtzahlungen) sowie Kosten, die nicht in einem Zusammenhang mit einer unternehmerischen Investition stehen (z. B. Privatanteile als Bestandteil der Projektkosten)
  • Investitionen, für welche die Finanzierung nicht gesichert ist
  • Vergnügungsetablissements, Nachtlokale, Spielkasinos, öffentliche Garagen
  • Grundstücke, Finanzanlagen, immaterielle Investitionen
  • Finanzierungskosten und Betriebsabgänge
  • aktivierte Eigenleistungen
  • Kosten,    die    aus    einem    Unternehmenskauf/einer    Unternehmensübernahme resultieren (z. B. Firmenwert, Übernahme/Ankauf bereits bestehender Investitionen)
  • Ankauf von Musik- und Spielautomaten
  • Umsatzsteuer


Antragsstellung
Die Einreichung des Antrages muss vor Durchführungsbeginn der Investition bei der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank Gesellschaft m.b.H. (ÖHT) erfolgen. Als Durchführungsbeginn gilt die rechtsverbindliche Bestellung, der Beginn der Arbeiten (Baubeginn), das Datum der ersten Lieferung oder Leistung, der ersten Rechnung oder des Kaufvertrages bzw. der (An-)Zahlung.

Informationen und Unterlagen zur Einreichung finden sich unter www.oeht.at. Eine Einreichung des über die ÖHT-Seite abrufbaren Antragsformulars (PDF) ist ausschließlich auf elektronischem Weg an die email-Adresse izp@oeht.at  möglich.

Die gegenständliche Information ist gültig für Anträge, die zwischen 1. März 2017 und
31. Dezember 2017 (bzw. bis zur Ausschöpfung der budgetären Mittel) eingereicht werden.

Die geförderten Investitionen müssen innerhalb von zwei Jahren ab Bewilligungsdatum durchgeführt und bezahlt sowie gegenüber der ÖHT abgerechnet werden.

Kombinationsmöglichkeiten
Diese Förderung ist unter bestimmten Voraussetzungen mit anderen Förderungen des Bundes und der Länder kombinierbar.

Kurzinformation zum Download (PDF, 364 KB)

Übersicht beihilfenrelevante Regelungen (PDF, 324 KB)

Richtlinie Investitionszuwachsprämie für große Unternehmen Österreich (PDF, 560 KB)

fold faq Antragsformulare und wichtige Hinweise für die Einreichung

Formular für das Ansuchen für eine Investitionszuwachsprämie für große Unternehmen (PDF, 1,83 MB)

 

Bitte übermitteln Sie uns das elektronisch ausgefüllte Formular samt unterfertigter Pflichtbeilagen ausschließlich per E-Mail an izp@remove-this.oeht.at. Der Antrag gilt erst als vollständig, wenn die angeführten Pflichtbeilagen angeschlossen übermittelt werden. Das bedeutet, als Einreichstichtag gilt jenes Datum, an welchem das Ansuchen samt Beilagen komplett vorliegen.

Wir bitten Sie, das 3seitige Antragsformular NICHT zu scannen, sondern in elektronisch ausgefülltem und abgespeichertem Format zu übermitteln. Damit ermöglichen Sie uns eine automatisierte Weiterverarbeitung der Daten.

Die Pflicht-Beilagen finden sich im Förderungsansuchen per Mausklick sowie untenstehend auf dieser Seite zum Download, sind elektronisch ausfüllbar, müssen aber jedenfalls ausgedruckt, unterfertigt und wieder eingescannt werden und sind gleichzeitig mit dem Antragsformular per E-Mail zu übermitteln.

Bei allen Formularen handelt es sich um ausfüllbare und speicherbare PDF-Dokumente. Zum Download der Formulare klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Link des gewünschten Dokumentes und wählen Sie "Ziel speichern unter".  Anschließend können Sie die Formulare mit dem Acrobat Reader von Ihrem gewünschten Speicherort aufrufen, elektronisch ausfüllen und speichern.

Die aktuelle Version des Adobe Acrobat Reader finden Sie unter dem folgenden Link zum kostenlosen Download: https://get.adobe.com/de/reader/

 

Pflichtbeilagen:

Beilage Kostenaufstellung (PDF, 220 KB)

Beilage Bestätigung Steuerberater (PDF, 176 KB)

Beilage De-minimis-Bestätigung (PDF, 1,5 MB)

Beilage Verpflichtungen und Erklärungen des Antragstellers / der Antragstellerin (PDF, 1,63 MB)

fold faq FAQ

Welche Unternehmen zählen zu Großbetrieben?        
Als Großbetriebe werden jene Unternehmen eingestuft, die nicht als KMU im Sinne der KMU-Definition der Europäischen Kommission einzuordnen sind. Für die Zuordnung werden die Mitarbeiteranzahl, die Bilanzsumme und der Umsatz geprüft, wobei die Daten bei Beteiligungen unter 25 % nicht berücksichtigt werden, zwischen 25 – 50 % die Daten aliquotiert und ab einer Beteiligung von 50 % kumuliert werden.

Welche Begrenzungen gibt es beim Investitions-zuwachs?      
Bei Großunternehmen wird der Investitionszuwachs von mindestens EUR 500.000 bis höchstens EUR 10 Mio. mit einer bis zu 10%igen Prämie in Form eines Zuschusses gefördert.

Wie hoch ist die Förderobergrenze?   
Als „De-minimis“-Beihilfe ist der Zuschuss mit max. EUR 200.000 gedeckelt, bei dem die „De-minimis“-Beihilfen der letzten drei Jahre sämtlicher beteiligten und verflochtenen Unternehmen zu berücksichtigen sind.

Wird die Investitionszuwachsprämie für große Unternehmen auch als Regionalbeihilfe vergeben?
In Regionalfördergebieten wird die Investitionszuwachsprämie für große Unternehmen als Regionalbeihilfe vergeben, sofern das Vorhaben gleichzeitig die Voraussetzungen für die Vergabe von Regionalbeihilfen erfüllt (Errichtung einer weiteren Betriebsstätte, neue Geschäftstätigkeit mit einem neuen ÖNACE-Code). Der maximale Zuschuss beträgt in diesem Fall EUR 1 Mio.

Wer kann in einer Firmengruppe einen Antrag für die Investitionszuwachsprämie stellen?  
Hält eine Holding selbst die Gewerbeberechtigungen an verschiedenen Standorten, kann sie die Investitionszuwachsprämie für das Investitionsprojekt stellen. Liegt die Gewerbeberechtigungen in einer Firmengruppe bei den jeweiligen Teilbetrieben, können diese Teilbetriebe einen Antrag stellen, wenn die ihnen insgesamt zugesprochene Investitionszuwachsprämie max. EUR 200.000 ausmacht.

Wie wird der durchschnittliche Investitionszuwachs der letzten drei Jahre in einer Firmengruppe berechnet?           
Für die Berechnung des Investitionszuwachses und der Investitionszuwachsprämie sind die Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre des antragstellenden Unternehmens heranzuziehen.

Welche Kosten müssen in der Steuerberaterbestätigung berücksichtigt werden?

 

Die durchschnittlichen Investitionen (aktivierte Anlagenzugänge) in abnutzbare Anlagegüter der letzten drei Wirtschaftsjahre werden vom Steuerberater bestätigt und sind die Vergleichsbasis für die Ermittlung des Investitionszuwachses. In dieser Vergleichsbasis sind nicht mit zu berücksichtigen: Grundstücke, Finanzanlagen, Fahrzeuge. Anlagen in Bau werden wie Anzahlungen bewertet und sind ebenfalls nicht in der Vergleichsbasis berücksichtigt.

Investitionszuwachsprämie Kärnten

 Der Call endete am 30.11.2016.

Mit Ende des Calls haben 54 Betriebe bei der ÖHT angesucht und für ein Investitionsvolumen von insgesamt € 31.160.900 Investitionszuwachsprämien beantragt. Das dafür mit EUR 1,5 Mio. vorgesehene Budget wurde zur Gänze aufgebraucht.

 

Kurzinfo (PDF, 75 KB)

Richtlinie in der Fassung vom 20. September 2016 (PDF, 143 KB) 

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„Eine kleine Reise ist genug, um uns und die Welt zu erneuern.“

Marcel Proust (1871 – 1922), französischer Schriftsteller und Kritiker