24.05.2018 15:04

Insolvenzversicherung


Wieder einmal drohen praxisferne gesetzliche Regelungen unserer Tourismuswirtschaft das Leben schwer zu machen: Die Pauschalreiserichtlinie bzw. die Reisebürosicherungsverordnung. Ein umfassender Schutz ist Dank der neuen Tourismusversicherung gewährleistet. 

Eine Pauschalreise im Sinne des Pauschalreisegesetzes liegt dann vor, wenn mindestens zwei verschiedenartige Reiseleistungen (Personenbeförderung, Unterbringung einer Person, Vermietung von Kraftfahrzeugen/Krafträdern oder andere touristische Leistungen) für den Zweck derselben Reise kombiniert angeboten werden. Werden andere touristische Leistungen in Kombination (z.B. mit der Beherbergung) angeboten, dann führt diese Kombination nur dann zu einer Pauschalreise, wenn diese einen erheblichen Anteil (in der Regel 25% oder mehr) am Gesamtwert der Kombination ausmachen oder als wesentliches Merkmal der Kombination beworben werden bzw. als zentraler Bestandteil dieser angesehen werden können. Wenn ein Beherbergungsbetrieb seinem Gast beispielsweise ein Gourmetwochenende mit einer Eintrittskarte für die örtlichen Sommerfestspiele anbietet oder im Nächtigungspreis der Wochenskipass enthalten ist, sind diese Packages bereits als Pauschalreise zu werten. Ab dem 1.7.2018 müssen die diesbezüglich erhaltenen Kundenanzahlungen gegen eine eventuelle Insolvenz des Unternehmens abgesichert sein.

Sie als Hotelier können diese Absicherung mit einer Bankgarantie machen. Damit beschneiden Sie aber sehr wahrscheinlich Ihren Finanzierungsrahmen und müssen außerdem dem zuständigen Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) exakten Dokumentationsnachweis über Anzahl, Dauer, Inhalt und Preis aller Ihrer Pauschalreisen übermitteln. 

Der damit verbundene bürokratische Aufwand würde ein für die Hotellerie so extrem wichtiges Verkaufsinstrument – nämlich die Schaffung von attraktiven Packages – entscheidend erschweren.

Wir meinen, es geht auch einfacher und haben daher ein Versicherungsmodell ausgearbeitet, das exakt den Vorgaben der Reisebüroversicherungsverordnung (RSV) entspricht.

„Als einzige Variante hat sich eine Versicherungslösung herausgestellt“, so der Generaldirektor der Österreichischen Hotel- und Tourismusbank Wolfgang Kleemann. „Das von ÖHT ausgearbeitete Modell stellt gleichermaßen geringen Verwaltungsaufwand, überschaubare Kosten, gesetzeskonforme Risikoabdeckung für Beherbergungsbetriebe und vollständigen Schutz der Konsumenten sicher“. Ab 15.6.2018 können Verträge zur neuen Insolvenzabsicherung über die Tourismusversicherung abgeschlossen werden. „Die Prämien sind wirklich überschaubar – ein Beherbergungsbetrieb mit einem Umsatz von EUR 1,0 Mio. kann sich vollständigen Versicherungsschutz zu einer Jahresprämie von knapp EUR 1.570 bzw. z.B. ein Unternehmen mit einem Jahresnettoumsatz von EUR 5,0 Mio. zu rd. EUR 6.150,- sichern“, so Kleemann.

Sogar die Forderung nach einer 24 Stunden, 7 Tage die Woche besetzten Notfalls-Zentrale, an die sich ein Gast jederzeit wenden kann, decken wir für Sie ab. Die Informationspflicht gegenüber dem Ministerium entfällt, weil aufgrund der Gestaltung des Vertrages eine Unterversicherung teilnehmender Beherbergungsbetriebe ausgeschlossen ist, wodurch sämtliche Pauschalreisen versichert sind. Somit ist bestmöglicher Konsumentenschutz bei minimalem Verwaltungsaufwand gewährleistet. Die entstehenden Kosten sind gering und der Versicherungsvertrag eignet sich gleichermaßen für Privatzimmervermieter, Urlaub-am-Bauernhof-Anbieter und Hotels sämtlicher Kategorien und Kapazitäten.

Mit der Tourismusversicherung gelingt es gleichzeitig mit Inkrafttreten des neuen Pauschalreisegesetzes am 1. Juli 2018 einen verlässlichen und unbürokratischen Versicherungsschutz für Beherbergungsbetriebe anzubieten. Alle Detailinformationen zu den Versicherungsmodellen, Verträgen und rechtlichen Hintergründen entnehmen Sie bitte der Website www.tourismusversicherung.at. Die Polizzierung ist ab 15.06.2018 möglich.

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„Eine kleine Reise ist genug, um uns und die Welt zu erneuern.“

Marcel Proust (1871 – 1922), französischer Schriftsteller und Kritiker

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